1. Vorbereitung und Konsolidierung der Checklisten
Wenn Unternehmen andere Unternehmen akquirieren, wird ein Projektteam mit diversen Fachdisziplinen sog. Workstreams (z.B. HR, Finance, Operations, …) eingesetzt. Diese Workstreams verfügen meist über eigene Checklisten, die im Vorfeld einer Transaktion immer individuell an das Target (Geschäftsmodell, Größe, Land, etc.), die Akquisitionsabwicklung (Auktion oder Exklusivität) und die Integrationsstrategie angepasst werden müssen.
Sowohl vor der Due Diligence Phase als auch der Integrationsphase kommt der Zeitpunkt der Konsolidierung dieser Listen. Vor der DD müssen die Listen aller Workstreams konsolidiert werden, um eine gemeinsame Request List an das Target zu übermitteln, sodass das Target die entsprechenden Informationen im Virtual Data Room (VDR) zur Verfügung stellen kann. Vor der Integrationsphase wiederum müssen die DD Erkenntnisse und abgeleiteten Integrationsmaßnahmen der einzelnen Workstreams in einer Integrationscheckliste / Action-Plan konsolidiert werden.
Charakteristika dieser Vorgänge sind ein enormer Zeitdruck, eine hohe Komplexität durch eine Vielzahl an Workstreams sowie maximale Qualitätsanforderungen. Kein Detail auf den individuellen Checklisten, darf bei der Erstellung der Gesamtübersicht verloren gehen, denn dies bedeutet, dass ein Risiko unter den Tisch fällt oder ein Wertpotential nicht gehoben und damit der Deal negativ beeinflusst wird. Somit ist die manuelle Durchführung der Konsolidierung zeitaufwändig, fehleranfällig, bei nachträglichen Änderungen sehr komplex und es gibt keine Sicherheit, dass alle Punkte der vielen einzelnen Checklisten vollumfänglich überführt wurden.
Für diese Problematik bieten die im Zuge der Digitalisierung entstandenen M&A Plattformen jedoch eine Lösung: Statt die Checklisten in Dateiform per Mail an eine zentrale Sammelstelle zu übersenden, können die Dateien einfach per Mausklick auf die Plattform geladen werden. Wichtiger Unterschied an der Stelle ist, dass ab diesem Zeitpunkt nicht mehr die Datei, sondern der Inhalt im Fokus steht. Aus Dokumenten werden somit strukturierte Daten. Denn der Inhalt, also in dem Beispiel Checkpunkte, Requests oder Fragen die in der Datei enthalten sind, werden nun von der Datei gelöst und stehen auf der Plattform als strukturierte Datenpunkte zur Verfügung. Diese Datenpunkte können nun freistehend sortiert, zugeordnet oder eben auch in einer Gesamtübersicht dem Target zur Verfügung gestellt werden.
Was die Konsolidierung verschiedener Listen sehr komplex macht, sind die inhaltlichen Verflechtungen, die zwischen den einzelnen Workstreams bestehen.

